E-Wurf

14. Oktober 2015

Die acht Wochen Babyzeit sind wieder wie im Flug vergangen. Die letzten Tage waren von Besuchen aber auch den Regularien einer Rassehundezucht geprägt. Zuchtwartin Christa Walz war von dem Wurf begeistert und heilfroh, dass a. alle Welpen schon vergeben und b. alle schwarz sind. Sie war besonders gespannt, da sie die beiden Würfe der Eltern abgenommen hat und Suna sowie Balu schon als Welpen kennen gelernt hat. Dunkle Augen, schöne Köpfe, sehr tiefsitzende feste Afterkrallen – und auch sonst gabs bei den Kindern der beiden nicht viel zu meckern. Wenn es so bleibt hat einer die Schwächen des anderen mehr als ausgeglichen, kurzum Zuchtziel erreicht. Aber es wird noch viel Wasser die Kinzig hinunter fließen, bis ein endgültiges Fazit gezogen werden kann.

Und dann sind sie ab Donnerstag in die weite Welt gezogen und haben in dieser kurzen Zeitspanne schon für viele glückliche Menschen gesorgt. Drei der vier Auszügler sind in Familien gekommen, in denen bereits ein Briard wohnt. Alle wurden von ihren Rassekollegen herzlich willkommen geheißen und es sind bereits enge Freundschaften mit den unerschrockenen E´s entstanden. Von Ängstlichkeit oder Vorsicht keine Spur – wie äußerte sich eine Welpenerwerberin „Micha, unsere Edda ist eine coole Socke“! Jeden Tag erreichen uns Bilder, kleine Videos und reizende Berichte über die Abenteuer der vier. Die süße Extra(wurst) ist bei uns geblieben und wird von Mama Suna und Oma Lava ab und zu in ihre Schranken gewiesen, was ihr aber nicht wirklich was ausmacht. Die meiste Zeit wird sie allerdings von den beiden – und natürlich auch von uns – von vorn und hinten bespaßt und verwöhnt.
Wir hoffen, wir haben die schwarzen Teufelchen gut auf ihr Leben da draußen vorbereitet! Emil, Ernie, Ebony, Edda und Extra – auf jetzt, erobert Euch die Welt!

Die Köfferchen sind gepackt

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Silke und Marco mit ihrem Émile

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Ernie wird  am Bodensee schon sehnsüchtig erwartet

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Endlich dürfen Ute und Matthias ihre Edda mitnehmen

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Susanne und Walter mit der reizenden Ebony

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2. Oktober 2015

Die letzten Tage mit den E´s haben begonnen und wir schauen wieder etwas wehmütig dem Abschied entgegen. Die Tierärztin war gestern zum impfen und chippen bei uns und hat allen fünf Schätzchen eine gute Konstitution bescheinigt. Das chippen tut mir selber weh, denn wenn ich die dicke Nadel sehe, die in die Haut am Hals gestochen wird, wird mir schon ganz übel. Aber die Welpen wissen ja nicht was kommt und der Schmerz ist schnell vergessen, so dass man nach zwei Minuten schon wieder mit den Geschwistern spielt. Die Ausflüge und Ausfahrten wurden länger und es standen wieder verschiedenen Höhepunkte auf dem Programm. Einer war bestimmt der Besuch in der Lebenshilfe, wo die Welpen die ehemalige Gruppe meines Mannes im dortigen Park getroffen haben. Es war für Mensch und Tier ein voller Erfolg und nach kurzer Zeit spielten alle gemeinsam auf dem Rasen. Heute dann die lange Fahrt nach Baden-Baden zum eU-schallen wurde auch ohne Vorkommnisse bewältigt. Die Kleinen sind also schon fast alltagstauglich und Autofahren finden sie Klasse. An unserem letzten gemeinsamen Wochenende wird noch einmal Besuch erwartet bevor es am Dienstag mit der Wurfabnahme durch Zuchtwart Christa Walz zum Endspurt übergeht. Ja, und dann fliegen sie in alle Himmelsrichtungen aus, Emil nach Dorsten, Étoile an den schönen Bodensee, Edda und Ebony ins Schwäbische und Extra wird unser Rudel verstärken., Wir sind sicher, für unsere Babies wundervolle Menschen gefunden zu haben, die Freunde fürs ganze Leben sein werden.

Hier wieder einige Eindrücke der letzten Tage:

Besuch in der Behindertenwerkstatt

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Ausflug mit der ganzen Familie

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Ohne Führerschein

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Die Tierärztin war da

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24. September 2015

Nun hat die schönste Zeit begonnen, denn die Welpen saugen die angebotenen Reize regelrecht wie ein Schwamm auf. Jeder Tag bringt neue Erfahrungen und Erlebnisse für sie und alles wird neugierig ausprobiert. Das Wochenende und die letzten Tage waren wieder geprägt von zahlreichen Besuchern und so langsam kristallisiert sich heraus, wer zu welcher Familie passt. Die Kleinen sind unglaublich menschenbezogen, jeder Besucher wird freudig begrüßt und je nach Möglichkeit beknabbert oder zumindest geküsst. Seit Montag werden Ausflüge in fremde Umgebungen durchgeführt, hier steht vor allem auch das Autofahren im Fokus. Denn der heutigen Mobilität seiner Besitzer muß sich auch der Briard anpassen. Unser erster Ausflug führte die Rasselbande nebst Mama und Oma in den Wald auf eine Lichtung. Schon während der Fahrt siegte die Neugier und ein Köpfchen nach dem anderen tauchte im Rückspiegel auf, denn alle mussten natürlich oben aus der Box rauslinsen. Im Wald angekommen wurde sofort alles beschnuppert. Was gab es alles zu entdecken und was für Beutestücke konnten erobert werden! Tannenzapfen und Holzstecken wurden beschnüffelt und schnell vor den anderen in Sicherheit gebracht. So viele Eindrücke und Gerüche – die Kleinen konnten sich gar nicht satt sehen, riechen und schmecken, so viel war da geboten. Dies forderte natürlich seinen Tribut und nach einer halben Stunde waren sie völlig erschöpft. Schnell alle ins Auto gepackt, heimgefahren und dann war die nächsten zwei Stunden Ruhe angesagt. In der Zwischenzeit freuen sie sich wenn wir die Box und das Auto bereitstellen. Voller Vorfreude sitzen sie in ihrem Auslauf und warten bis einer nach dem anderen im Auto verstaut ist und ein neues Abenteuer auf sie wartet.

Neben zahlreichen Besuchen freute uns besonders die Stippvisite von „Oma“ Petra, der Züchterin von Balu, des Vaters der Welpen. Sie hat sich sofort in zwei Kandidaten verliebt und bevor sie und Tanja nach einem wunderschönen Nachmittag wieder fuhren, wurden vorsichtshalber die Welpen abgezählt….

Hier noch ein paar Bilder der letzten Tage:

Auf der Hängebrücke

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Is was?

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Ich hab Dich

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Ob das schmeckt?

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Wildes Spiel mit Mama Suna

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Können diese Augen lügen?

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Erschöpft vom Spiel

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Menschenkind I

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Menschenkind II

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Verwandtschaft?

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Blackies im Wald

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Bei Mama sind wir sicher

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„Oma“ Petra ganz enzückt

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16. September 2015

Das Leben ist schön! Und ein einziges Abenteuer! Genau so kommt mir das Empfinden der E´s zu ihrem derzeitigen Gefühlszustand vor. Tagsüber draußen und ab dem Abend im Haus nehmen die Abenteuer kein Ende. Sobald sie die Augen öffnen und munter sind stürzen sie sich ins pralle Leben. Laufen geht gar nicht, nein, es muss geflitzt, gerannt und gespurtet werden. Manchmal ist der Kopf zwar schneller als die Beine oder das „Kurvenrasen“ erweist sich doch komplizierter als gedacht, egal, evtl. kleine Un(m)fälle werden unbeschwert weggesteckt. Der inzwischen immer weiter ausgebaute „Vergnügungspark“ wird mit unerschrockenem Mut und einer Riesenportion Neugier ausprobiert. Egal, ob die Hängebrücke schaukelt oder sich das Wackelbrett bewegt, der Lederfetzen beim Zerren durch die Dosen klappert und das Segel durch den aufkommenden Wind knattert – alles wird ausgehungert nach neuen Erfahrung beknabbert und ausprobiert. Dieses wilde Spiel geht so bis zu 30 Minuten, dann ist schlagartig Ruhe, denn die Herrschaften ziehen sich erschöpft von den vielen neuen Eindrücken und Reizen in ihr warmes Gemach zurück, kuscheln sich in die Felle und Decken und träumen von weiteren Heldentaten. Das Wetter ist nun nicht mehr so heiß und schön, aber auch der Regen macht den Kleinen nichts aus. Sie spielen trotzdem draußen und wenn es ganz arg schüttet halten sie sich eben auf ihrer überdachten Terrasse und im Welpenhäuschen auf. Sie haben schon hautnah einen Wolkenbruch mit Blitz und Donner erlebt, aber auch das wurde in der Kategorie „Abenteuer“ abgespeichert. Sie saßen mit Mama Suna, Oma Lava und uns auf der Terrasse und bestaunten dieses Naturereignis, wobei vor allem die springenden Regentropfen für großes Interesse sorgten. Besuche finden sie wie auch die erwachsenen Damen sehr schön, alle bringen Geschenke mit und außerdem wird man neben den vielen Spieleinheiten auch noch in den Schlaf gestreichelt. Von Kleinkindern bis zu Senioren haben sie schon zahlreiche Menschen kennengelernt und ein Ende der Besucherströme ist noch lange nicht in Sicht.

Auch nahrungstechnisch hat die 5. Woche viel Neues gebracht, denn nun gehört die abendliche Fleisch-Gemüse-Mahlzeit im jeweils eigenen Näpfchen zum festen Bestandteil des Speiseplans. Mama Suna säugt noch mehrmals, allerdings verweigert sie bei zu ungestümem Andrang grummelnd den Zugang und dann gibts aber einen richtigen „Anschiss“. Ihre Erziehungsmethoden haben eh wenig mit „antiautoritär“ zu tun – hier finden wir oftmals zu nachgiebigen Menschen Paradebeispiele für konsequente Erziehung…..

So langsam werden die Weichen in Richtung Auszug gestellt, die Termine fürs impfen/chippen und die Wurfabnahme sind vereinbart. Außerdem legen wir großen Wert auf die eU-Untersuchung incl. offizieller Auswertung, denn Schönheit hin oder her – Gesundheit ist vor allem das wichtigste Ziel. Und so steht auch dieses Ereignis schon fest im Kalender, so dass die letzte Woche fast schon verplant ist. In den nächsten Tagen werden wir mit den Ausflügen beginnen, denn der „moderne“ Hund von heute muss die Mobilität seiner Besitzer „ab können“, weshalb von uns großes Augenmerk auf das Autofahren gelegt wird.

Es bereitet uns Züchtern eine unglaubliche Freude die durchweg positive Entwicklung dieser „Paradebabies“ mitzuerleben. Hier ein paar kleine Eindrücke:

Besuch ist Klasse

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Süßes Mädel

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Abendliche Spiel- und Schmusestunde

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Mit Mama und Oma

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Höhle

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Tierheilpraktikerin Tina testet die Hunde aus

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Is was?

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Hohler Baum – immer noch beliebt

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Tunnelspiele

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Gitterrostlaufen – Übung für später

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Wo ich bin ist oben!

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Immer noch wird kultiviert gespeist

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8. September 2015

Asche auf mein Haupt! Alle schreien nach neuen Bildern der E´s, wobei mir das Spiel mit ihnen viel mehr Spaß macht, als die homepage zu pflegen. Aber hier nun die aktuellsten Neuigkeiten.

Der Welpengarten wurde eröffnet und auch schon einige Attraktionen aufgebaut. So zeigt sich auch in ihrem 5. Wurf die Riesenwurzel als beliebtes Spiel-, Knabber- und Versteckobjekt. Die Hundeliege – eigentlich für die Hundemama als Zufluchtsort vor plagenden, frechen Kindern gedacht – wurde schon annektiert, man genießt dort bequem das frühherbstliche Wetter im Sonnenschein. Die Natur ist allerdings der größte Spielplatz für die E´s. Die vom Apfelbaum fallenden Früchte und Blätter werden bestaunt und als Beute ins warme überdachte Lager geschleppt. Wie bei kleinen Menschenkindern wird erst einmal alles in den Mund gesteckt und ausprobiert. Um unsere Suna zu entlasten haben wir begonnen mit Ziegenmilch, Reisflocken und Honig zuzufüttern. Dieser Energiecocktail bekommt den Herrschaften bestens und auch die ab und an gereichte Fleischmahlzeit wird nicht verschmäht. Die Esskultur ist bei diesem Wurf sehr kultiviert – jeder bleibt an seinem Platz und diniert gepflegt. Da hatten wir schon andere „Schweinderl“ die quer durch den Brei marschierten, weil man sich auf der anderen Seite ein besseres Ergebnis versprach.

Alte und neue Briardfreunde haben am Wochenende den Besucherreigen eröffnet, und auch fürs die nächsten Wochen haben sich schon zahlreiche Gäste angekündigt. Die Welpen sind schon alle vergeben und wir zerbrechen uns derzeit den Kopf, wer wohl am besten zur jeweiligen Familie passt. Die offiziellen Namen stehen auch schon fest, wir werden einen „Earl grey Émile“ und einen „Étoile du Berger“ in die weite Welt entlassen. Die Mädels werden „Ebony Edua“, „Edda noire“ und „Extra Espresso“ heißen. Wobei wahrscheinlich von „Scheißerle“ bis zu „Schnecke“ alle Kosenamen verwendet werden.

Hier nun wieder ein paar Bilder:

 Gepflegtes Abendbrot
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Briardsuchbild

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Alles total spannend

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Mamas Liege ist bequem

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Was sie wohl träumt?

 

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Beim Wiegen gehts in den Sack

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 Spielstunde abends im Wintergarten

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2. September 2015

Wow – über Nacht hat uns die Natur aus hilflosen „Maulwürfen“ richtige kleine Hunde beschert! Obwohl wir diese Entwicklung nun schon mehrmals mitmachen durften, kommt sie uns doch immer wieder wie ein Wunder vor. Was sie eigentlich auch ist! Klar, wissenschaftlich ist die Myelinscheide nun fertiggestellt, so dass das Nervensystem nun kontrolliert werden kann. Wobei hier bis zur Perfektion noch große Anstrengung und viele Übungen erforderlich sind. Aber die fünf E’s sind gut dabei, wobei Trainingsrückschläge in Form von diversen Bauch- und Bruchlandungen souverän weggesteckt und ignoriert werden. Und weiter geht es mit spielen, schnuppern, schnellerem Laufen (es „rennen“ zu nennen, wäre übertrieben), streiten, kämpfen und vor allem mit Mama, den Geschwistern und uns schmusen! Wir werden freudig begrüßt und wenn fünf kleine Tolpatsche voll Vertrauen und Freude angetappert kommen, geht uns das Herz auf!

Aufgrund der unerträglichen Temperaturen mit 35 und mehr Grad sind wir erst jetzt in den Wintergarten umgezogen. Die Welpen haben schon mehrere Stunden am kühlen Vormittag oder in den wieder erträglichen Abendstunden auf ihrer überdachten Terrasse im Garten verbracht. Wir saßen mit Welpenbesuchern dabei und sahen voll Spannung dem hochinteressanten „Hunde-TV-Programm“ zu.  Die neue „location“ wurde begeistert angenommen, das erste Spielzeug beschnuppert und angeknabbert. Beim gestrigen ersehnten Regenwetter bauten die Männer den Indoor-Spiel- und Aufenthaltsplatz auf, während die Herrschaften draußen warm und trocken zusammen mit Mama und Oma den Tag genossen. Und als dann am Spätnachmittag die neue „Wohnung“ bezogen wurde zeigte sich, dass die E’s  auch richtig „taff“ sind. Voll Neugier wurde alles inspiziert, von den „Hasenhäuschen“ (in die sie wahrscheinlich nur noch 3 Tage reinpassen) über das neue Spielzeug bis zum großen Auslauf – und für gut befunden!

Es gab schon das erste Tatar – mit leckerer Wurmkur. Ansonsten gibt es noch bei Mama die Rundumversorgung. Auch hier so wie bei den Gewichten alles im grünen Bereich.

Hier einige Impressionen der letzten Tage:

Jetzt geht´s los – auf in den Garten

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Draußen ist einfach mehr geboten

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Im Biergarten

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Kuschelige Plätze für die süße Maus

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Alles wird genaustens inspiziert

 

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Höhlenkarton – perfekt zum relaxen

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Die neue Unterkunft

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Wurfkiste ohne Abstandshalter

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Die neuen Zähne müssen ausprobiert werden

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Meine Mama ist die Beste

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Weiterhin garantierte Rundum-Versorgung

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Drei Damen an der „Bar“

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Buben unter sich

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25. August 2015

Alles bestens! Die E’s wachsen und gedeihen prächtig. Seit zwei Tagen sind Augen und Ohren geöffnet, wobei sie noch nicht objektgerichtet sehen können. Mama Suna verabschiedet sich jetzt schon einmal für ein halbes Stündchen von ihren Kindern, um sich bei einem Spaziergang mit ihrer Mama und einem von uns von den anstrengenden Mutterpflichten zu erholen. Aber kaum in Richtung Heimat „pressiert´s wie d´Sau“ und neben ihren Kindern wird alles und jegliches im Welpenzimmer genaustens kontrolliert. Die Welpen werden auch weiterhin vorbildlich allumfassend von ihr versorgt und Oma Lava wirft auch schon mal kontrollierende Blicke auf ihre Enkel. So langsam kommt Leben in die Kiste, man übt sich im Bellen, Knurren, Grunzen, robbt und wackelt in der Wurfkiste rum,  bis man genau die gewünschte Lage gefunden hat, benützt die Geschwister als Kopfkissen und schmust in den langsam länger werdenden Wachphasen mit Mama oder den zur Familie gehörenden Menschen. Alle zukünftigen Welpenerwerber – und auch viele unserer Leute vom A-, bis zum D-Wurf – machen sich Gedanken über die zu vergebenden Namen, wobei wir da noch etwas nachbessern werden. Je nach Wetterlage werden wir in den nächsten Tagen den Umzug in den Wintergarten vorbereiten, ab der dritten Woche beginnt nun unsere Aufgabe, den Welpen passend neue Reize zu bieten. Wir freuen uns riesig auf die Begleitung der verschiedenen Entwicklungsschritte, die von den jetzt noch hilflosen „Maulwürfen“ bis zum handlichen Welpen gegangen werden.

Hier wieder eine kleine Bildauswahl der letzten Tage:

Da blitzen die Augen schon durchDSC_0001

Ausquartiert!
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Jungs unter sich
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 Die frisch hergerichtete Wurfkiste wird inspiziert

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  Stumme Beobachter

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 Lieblingsbeschäftigung

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17. August 2015

Was für ein Leben! Die Welpen werden von vorne bis hinten betüttelt und umsorgt. Suna liest ihnen jeden Wunsch von den Lippen ab, wobei die Wünsche sich noch in Grenzen halten. Die größte Rolle spielen Nahrung und Wärme – und Mama hat beides im Überfluss! Die Wärme kam bis Samstag auch von draußen, aber nun haben wir dank der Tiefs „Florian“ und „Eberhard“  wieder erträglichere Temperaturen. Die kühlen Leintücher sind gegen kuschelige Vetbeds ausgetauscht worden. Kontaktliegen und Mamakuscheln sind nun angesagt und die fürsorglich von der Züchterin angebotenen Wärmflaschen werden bei kurzen Auszeiten der Mutter auch schon mal angenommen. So ein gewärmter Bauch und Hintern haben halt schon was…

Die E’s sind Krawallschachteln! Es gibt Würfe die schlummern  zufrieden und STILL vor sich hin. Bei den E’s wird alles und jegliches kommentiert. Aufgrund des Alters wollen wir wegen mangelnder Tischmanieren , im Klartext lautem Geschmatze und gierigem Geschlucke gar nichts sagen.  Auch wohliges Gegrunze und Gestöhne sind noch entschuldbar. Aber warum um Himmels Willen muss unter lauten Protestschreien bei Vorhandensein von 10 (in Worten ZEHN!) prall gefüllten Zitzen um eine gekämpft und gerangelt werden??? „Oma“ Petra hat sich übers Telefon königlich amüsiert und meinte, dass die beiden betroffenen Herren wohl die gleiche Lieblingszitze haben!? Aber auch während Tiefschlafphasen wird schon mal andeutungsweise Bellen und Knurren geübt und bei kleinstem Unmut, wie etwa wenn Brüderchen auf Schwesterchen liegt, wird Mordio-Zetrio zusammengebrüllt, dass Mama auf dem Absatz kehrt macht und vom Fressnapf durch die Küche zu ihrem armen Hasi fliegt! Wir natürlich panisch hinterher – und dann stehen wir alle drei ratlos vor der Wurfkiste und fragen uns, was der Grund für dieses Getöse und Getobe war, denn alle fünf schlafen wieder selig und süß!

Wie Züchterin ihren Freundinnen auch schon immer sagte wird das Gewicht vollkommen überbewertet. So auch im Falle der E’s. Dass die Kilo-Marke nach fünf Tagen geknackt wurde und die Gewichtsverdoppelung anstatt nach zehn Tagen bereits nach…… NEIN, darüber sprechen wie jetzt nicht!

Fazit: Mama und ihren E’s geht’s prima. Es handelt sich um einen völlig unkomplizierten Wurf der uns nur Freude bereitet.

Hier noch einige Bilder der letzten Tage:

Unsere zwei Jungs

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Die süßen Girlies

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Zwei Mädels mit Bär

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Jedes Haar liegt perfekt

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Kontaktliegen

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Die Jungs waren shoppen?

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Wegen Reinigungsarbeiten aushäusig

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Lagerleben

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Dicke Jungs

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Ein warmer Bauch und Hintern sind nicht zu verachten

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12. August 2015

Unsere Suna hat eine Bilderbuchgeburt hingelegt! Zwei proppere Jungs (530 und 560 gr.) und drei reizende Mädchen (510, 480 und 470 gr.) sind das Ergebnis der Liebesheirat unserer Suna mit Balu.

Doch nun der Reihe nach. Das altbekannte nervöse Verhalten in den Tagen zuvor mit Wurfhöhlen im Garten, der Scheune und sogar in unserem Naturkeller (!) buddeln, rein in die Wurfkiste, Probeliegen,  raus aus der Wurfkiste – kurzum ruhelos im Haus herumstreichen. Jeden Abend haben wir bei den tropischen Temperaturen noch einen Abendspaziergang gemacht. Mein Mann hat mich mit den Mädels zu unserem Ziegenbauer hochgefahren und wir drei sind durch den Wald runter nach Hause gelaufen. Bei über 30 Grad abends um 20 Uhr immer noch eine Leistung, wobei es im Wald doch wesentlich angenehmer als unten im Städtle war und ist. Das abendliche Schwimmen haben wir eingestellt, nachdem die Kinzig immer weniger Wasser hat und wir wegen der daraus evtl. entstehenden Infektionsgefahr kein Risiko mehr eingehen wollten.  Nachdem am Dienstag die Körpertemperatur bei Suna extrem runterging war klar, dass die Kleinen in den nächsten 20 Stunden zur Welt kommen. Aber es war die ganze Nacht ein Gerenne, sie sprang immer wieder zu mir auf die Schlafcouch im Welpenzimmer , dann wieder mit Taschenlampe bewaffnet raus in den Garten, in die Wurfkiste usw……
Um 8 Uhr gestern morgen legte sie sich dann in die Wurfkiste und nach einigen Presswehen kam um 8.35 Uhr der erste Rüde mit 530 Gramm zur Welt. Im Abstand von 1/2 bis zu 1 1/2 Stunden kamen die Kleinen zur Welt (Rüde 560 gr., Mädel 510 gr., Mädel 480 gr., Mädel 470 gr.) alle sofort topfit, nicht einer dabei, dem man mit einem bisschen Brandy die Lebensgeister wecken musste. Abgesaugt, Nabel versorgt, gewogen und der erwartungsvollen Mutter übergeben.  Vorbildlich nach Trumler alle sofort an die Zitzen, angedockt, Milchtritt und die wertvolle Kolestralmilch getrunken – was will Züchter mehr?!
Nachdem um 13 Uhr die letzte Hündin zur Welt kam, waren wir uns nicht sicher ob Suna eine Pause einlegt oder ob die Geburt beendet war. Sie hechelte immer noch stark, was allerdings auch auf das Wetter zurückgeführt werden konnte, denn immerhin hatten wir mal wieder 35 Grad. Aber irgendwann verlangte sie dann ein Vesper, legte sich entspannt zurück und genoss sichtlich ihre Mutterrolle.
Nach einer ruhigen Nacht sitzen wir nun vor der Wurfkiste und haben nichts zu tun, außer unser kleines Wunder zu bestaunen. Hinter mir aus der Wurfkiste kommt nur zufriedenes Schmatzen oder teilweise auch empörtes Grunzen, wenn Mama mal wieder ihren Putzfimmel auslebt. Suna versorgt die Kleinen vorbildlich, heute morgen hatten alle schon zugenommen und ein Rüde steht bereits kurz vor der 600-Gramm-Marke. Wir Züchter werden derzeit lediglich für niedere Tätigkeiten, wie Putzen, das Bett frisch richten oder  „Madame Maman“ das Essen zubereiten, gebraucht. Aber unsere Zeit kommt auch noch.

Wir freuen uns riesig, wenn es mit den Kleinen so richtig losgeht, unser Garten wieder in einen Vergnügungspark für Hunde umgebaut wird, wobei derzeit eher Steppe als Rasen vorzufinden ist.

Wir freuen uns darauf, wenn die Kleinen wieder die ganze Wohnung unsicher machen und überall dabei sind, um auf ihr späteres Leben in ihren Familien vorbereitet zu sein.

Wir freuen uns darauf, wenn sie sich vertrauensvoll und sicher behütet an uns kuscheln und wir diesen einzigartigen Welpengeruch aus ihrem Babyfell erschnuppern.

Und vor allem freuen wir uns auf viele nette Begegnungen mit genau so briardverrückten Menschen wie wir, denen wir solch ein zauberhaftes Wesen anvertrauen dürfen!

Mutterliebe
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Durstiges Mädchen

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Träumende Prinzessin

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Noch hungriger Bub

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11. August 2015

So, die letzten Tage, vielleicht sogar nur noch Stunden bis zur Geburt der Welpen haben begonnen. Unserer Suna geht es sehr gut, sie schwimmt, wie für Schwangere empfohlen, täglich im noch erfrischenden Wasser der Kinzig, streckt ihren Bauch in die Sonne und genießt ihre Schwangerschaft. Entgegen aller Fachliteratur ist sie immer noch wahnsinnig hungrig – von wegen „die tragende Hündin verweigert nun die Nahrungsaufnahme“! Pffft – das fällt ihr nicht im Traum ein. Aber so war auch schon ihre Mutter. Die erbettelte sich bei Sunas Geburt ja zwischen zwei Welpen auch noch ein Stück Pizza!

Eine Begleiterscheinung der Schwangerschaft hat sie seit einigen Tagen auch wieder aufgenommen, und zwar das Buddeln von Wurfhöhlen. Nicht nur unterm Rhododendron wie beim letzten Mal, nein, auch in der Scheune und sogar in unserem Stück Naturkeller findet sie adäquate Räumlichkeiten. Wir müssen höllisch aufpassen, denn sie schleicht sich ganz harmlos weg und bis es einem auffällt, hat sie schon ein Riesenloch gegraben. Dazwischen kuschelt sie sich immer wieder zum Probeliegen rein, doch bevor es für sie zufriedenstellend ausfällt kommt einer von uns und scheucht sie weg. Hoffentlich hat diese Frustration keine Auswirkungen auf die Welpen!

Den Aufbau der Wurfkiste mitsamt aller Utensilien hat sie als selbstverständlich hingenommen. Wir schätzen, sie ist mit unserer Arbeit zufrieden. Alles wurde beschnüffelt und inspiziert und das Körbchen zur Aufnahme der Kleinen während zwischengeburtlicher Reinigungsarbeiten wurde ganz besonders kontrolliert – liegt vielleicht schon was drin?

Täglich geht sie noch gerne mit spazieren, wobei wir vor allem Abends in den nahe gelegenen etwas angenehmeren Wald gehen. Der Tierarzt hat sie vergangenen Freitag auch schon untersucht, es ist alles im grünen Bereich. Gott sei Dank ist sie gut durchtrainiert und sportlich, das wird ihr bei der bevorstehenden Geburt mit den derzeit herrschenden tropischen Temperaturen die Strapazen erleichtern und uns beruhigen.

So, das waren die letzten Neuigkeiten. Wir sind vorbereitet und freuen uns riesig auf unseren E-Wurf. Drückt alle Daumen und Pfoten!

Ruhe vor dem Sturm

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04.Juli 2015

Ich war mir noch nie sicherer, dass es mit den geplanten Welpen klappt. Meine Tierarztkollegen vom Veterinäramt versicherten mir alle, dass sich durch Suna´s erste Schwangerschaft alles regulieren würde. Und sie hatten recht! Suna, die sich sonst immer sehr lange Zeit zwischen ihren Läufigkeiten ließ, hatte plötzlich einen normalen Zyklus, die Läufigkeit verlief vorbildlich und die Deckung war einfach nur perfekt.  Suna fühlte sich eine halbe Stunde danach bereits „hochschwanger“ und forderte mehr Futter, Zuneigung und Streicheleinheiten. Das steigerte sich im Verlauf der vergangenen Wochen noch, und in der sogenannten „Nidation“, der Einnistungsphase der Keimblasen, fühlte sie sich auch klassisch nicht immer pudel-, bzw. briardwohl. Aber trotzdem – zu meiner Sicherheit und um die Welpeninteressenten zu beruhigen, hatten wir gleich gestern am ersten möglichen Tag von der Kleintierklinik Iffezheim, übrigens die Praxis des eU-Ultraschall-Spezialisten Graf Magnis, einen Termin vereinbart. Die Freude war groß, als relativ schnell mehrere eingenistete Keimlinge gesichtet wurden. Die zukünftigen Hunde hängen wie Astronauten an den Versorgungskabeln zum Raumschiff, in ihrem Fall der Nabelschnur zur Gebärmutter und schweben sicher geschützt in ihren mit Fruchtwasser gefüllten Blasen. Die ganze Praxis nebst Patienten bzw. deren Besitzer freute sich mit uns und so kam die Einladung zu Sunas Tochter Dark Pola vom ersten Wasser, die in der Nähe von Baden-Baden wohnt gerade recht um miteinander auf die E´s anzustoßen. Wir verbrachten dort trotz Affenhitze einen schönen Nachmittag und Klein-Pola schnappte vor Freude ob des unverhofften Besuchs fast über. Ein herzliches Dankeschön geht an Bella und Gerd, die nicht nur ihre Prinzessin sondern auch ihre Zieheltern fürstlich verwöhnen.

Wie bei uns Menschen kommt jetzt die schöne Zeit der Schwangerschaft. Wir werden vor den „tollen“ Tagen noch ein bisschen ans Meer fahren, die belgische Nordseeküste mit ihrem nicht zu heißen Klima wird Mensch und Tier bestimmt gut tun. Strandwanderungen, gut essen und trinken, lesen, lange schlafen ……

Hier noch ein paar Bilder:

Wenn ich groß bin werde ich ein schwarzer, stattlicher Briard

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Ich auch…..

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Gruppenbild v.l. Dark Pola, Suna und Oma Lava

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Die Eltern und die Deckung findet Ihr unter Zucht – Wurfplanung